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Annaba (355.000 Einwohner)Bône wurde die Stadt von den Franzosen genannt ist dank seiner Lage und einer gelungenen Stadtplanung heute die vierte größte Stadt Algeriens. In den Sommermonaten vor allem von den Algeriern als Urlaubsort geschätzt, findet man während den restlichen Monaten entlang der Küstenstraße einsame Sandstrände. Von Cap de la Garde genießt man einen schönen Ausblick auf die weiße Stadt, den Hafen, die waldigen Hügel und die grau-schwarzen Kalksteinhänge. |
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St. AugustinRund 2,5 km vom Zentrum, auf einem Hügel gelegen befindet sich die mächtige Basilika im byzantinischen Stil, gekrönt mit einer Kuppe, welche dem Heiligen St. Augustin, einst Bischof von Hippone, geweiht ist. Reliquien liegen in einem Grabmal, das den Heiligen auf seinem Sterbebett darstellt. Der Hochaltar besteht aus vielfältigen Marmorplatten aus verschiedenen Steinbrüchen Algeriens. Der Heilige Augustinus ist 354 im heutigen Souk Ahras geboren, besuchte dort die Schulen und studierte später in Karthago. Er war als Lehrer der Rhetorik tätig und begeisterte sich sehr für die Schriften Ciceros. 384 führte sein Weg über Rom nach Mailand, wo er sich in die Philosophie des Griechen Plotin vertiefte. An Ostern 387 ließ er sich taufen. Zurück in seiner Heimat wurde er Priester und 395 zum Bischof der Stadt geweiht. Seine bekanntesten Werke sind die Bekenntnisse und die Verteidigungsschrift des Christentums. Seine Philosophie hat das abendländische Christentum tief beeinflusst. Er starb im Jahre 430 in Hippo Regius.Vom Vorplatz hat man einen weiten unbebauten Blick auf den Golf von Annaba. Zu Füssen des Hügels, der mit Olivenbäumen bewachsen ist, befinden sich die Ruinen von Hippone. Ein idealer Platz, um die alte Stadt im Verhältnis zum heutigen, modernen Annaba einzuordnen. |
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HipponeDie römische Ruine von Hippo Regius entstand auf den Resten einer phönizischen Handelsniederlassung und war schon im 4. Jh.v.Chr. eine wohlhabende Hafenstadt. Der Ort wurde zu einer der Hauptstädte Numidiens, daher auch der Beiname „regius“, was königlich bedeutet. Von hier aus verschifften die Kaufleute Olivenöl, Getreide und numidische Pferde nach Rom.Hippone bietet für nicht spezialisierte Touristen mehrere charakteristische Besonderheiten wie die natürliche Umgebung. Die Ruinen haben irgendwie etwas Ergreifendes und die Ausgrabungsstätte bietet dem Besucher eine sehr poetische Umwelt, da die Anlage nicht vom Militär geplant wurde, sondern eine natürlich gewachsene Siedlung, die bereits unter den Numiden eine Großstadt war.Vom Eingang steigt ein Weg bis zu einer Terrasse, wo sich das Museum befindet und man einen Überblick auf die gesamten Ausgrabungen hat. Die Mosaike im Museum sind von besonderem Interesse. Auf einem ist der Plan der Stadt zu sehen. Leider hat man nur die Hälfte des Mosaikes gefunden. Ein anderes zeigt den Beruf des Fängers von wilden Tieren für den Zirkus. Diese wurden hier ebenfalls nach Rom verschifft.Die freigelegte Siedlung entspricht der Stadt vom 3. Jh.v.Chr. bis ins 6. Jh.nChr. Die gut erhaltene römische Straße zeigt uns den Weg. Rechts befindet sich das Villen Viertel mit von Säulen gesäumter Innenhöfe und privaten Bädern. In der Mitte der Anlage entdecke der Besucher eine Basilika und ein kleines Baptisterium. Im Hintergrund als hohes Gebäude, die Thermen. In der Tiefe eine große Kolonnade des Forums. |
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Ziele in der UmgebungEl KalaRund 85 km östlich von Annaba und nur noch 35 km bis zur algerisch-tunesischen Grenze kommen wir zum traditionellen Fischerhafen von El Kala. Am tiefsten Teil des Hafenbeckens liegt eine alte Zitadelle. Über den Hafen neigt sich die kleine Stadt. Heraus ragen zwei halb verfallene Glockentürme.Hinter den Hügeln erstreckt sich ein Gebiet von Seen und Lagunen die mit Korkeichenwälder und Macchia aus Heidekraut und Ginster abwechseln. In diesem Niederungsland wird Viehzucht betrieben. Drainagen und Trockenlegungsarbeiten in den Sümpfen haben es ermöglicht intensive Kulturen zu entwickeln. Guelma (100.000 Einwohner)65 km südlich von Annaba, 116 km westlich von Constantine befindet sich die Stadt als Verkehrsknotenpunkt und Marktplatz inmitten einer Gegend, in der Rinderzucht und Getreideanbau betrieben wird. Hier finden wir auch eine Zuckerfabrik und etwas Kleinindustrie. Im 2 km nördlich gelegenen Tal herrscht ein Mikroklima mit herrlichen Oliven- und Orangenhainen. Hier liegt auch ein kleines Thermalbad mit kreisrundem Schwimmbad aus der Römerzeit, was noch heute genutzt wird. 23 km westlich liegt Hammam Meskouti. Die Landschaft ist mit seltsamen Steinpyramiden von 3 bis 6 m Höhe versehen. Aus dem zerklüfteten Boden steigt Dampf. Es riecht nach Schwefel. In den Bächen fließt klares, heißes Wasser. Es sieden Quellen über 90 Grad. Nach denen Islands, sind hier die heißesten Quellen der Welt. Das Wasser fließt über einen 20 m hohen Felsabsturz. Im Fall lagert das Wasser einen Teil seines Kalkes ab. Die Kaskade hat somit im Verlaufe der Jahrhunderte das Aussehen einer seltsam versteinerten Draperie angenommen. |
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