|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
Batna (250.000 Einwohner)Grüne Felder, steinige Hügel, verstreute Gehöfte, Salzsee mit unergiebigen Salinen, begleiten den Reisenden auf der Fahrt von Constantine nach Batna. Wenige Kilometer vor Batna steht in schweigender Einsamkeit El-Medracen. Dieses numidische Grabmal gehört zu den bedeutendsten Merkwürdigkeiten des Landes. Vor uns steht ein Rundbau aus schweren Quaderblöcken von 185 m Umfang, 18,50 m Höhe und einem Durchmesser von rund 60 m. Im unteren Teil ist das Grab mit 60 dorischen Halbsäulen verziert. Darüber erhebt sich der Kegelstumpf mit seinen 24 Stufen. Die sorgfältig gearbeiteten Türen im Untergeschoss dienen nur dem Schein. Der eigentliche Eingang, eine Falltür, wurde in der Höhe der dritten Stufe entdeckt. Die Stadt Batna selber wurde 1844 als militärischer Stützpunkt der Franzosen gegründet. Es galt die Aufständischen aus dem Aurès Gebirge besser zu kontrollieren und ein Zentrum der Verwaltung, des Handels und der Landwirtschaft zu schaffen. Batna ist der ideale Ausgangspunkt zur Besichtigung der römischen Stätten von Lambèse und Timgad. Die Stadt gilt auch als Ausgangspunkt einer Rundreise durch das Aurès Gebirge bis zum Tor der Sahara. |
|
|
 |
 |
|
LambèseVor dem Dorf sieht man von der Hauptstraße aus ein großes antikes Gebäude. Es ist das Wachhaus des römischen Legaten der III. augustinischen Legion, welche 130 n.Chr. hierher verlegt wurde. In der Nähe eines Flusses findet man Reste des Legionärslagers mit Gemeinschaftsräumen, Archiv, Schatzhaus und Thermen. Erst später kamen auch Kaufleute, die sich aber weiter südöstlich des Militärlagers einrichteten, heute mitten in der kleinen Stadt Lambèse. Die bereits 1847 begonnenen Ausgrabungen sind noch lange nicht beendet. In einem kleinen Museum, hinter der Kirche, sind eine Reihe von Funden ausgestellt. Das Museum ist täglich, außer Samstag, von 9h-12h und 13h30 bis 16h30, geöffnet. |
 |
 |
|
TimgadIm Jahre 100 n.Chr. befahl Kaiser Trajan für Veteranen der afrikanischen Legion eine Siedlung anzulegen. Dazu wählte man einen Platz im Vorland des Aurès Gebirges, wo das Klima angenehm und nicht zu heiß war. So wurde Timgad zum Mittelpunkt der zivilen Verwaltung und blieb als Veteranenstadt militärische Reservestation. Die Franzosen begannen bereits 1880 mit der Freilegung und aus dem Ruinenfels stieg eine der eindrucksvollsten Stätten der Antike hervor. Gleich neben dem Eingang steht links das Museum. Vor allem beeindrucken die prächtigen Mosaike. Vor dem Gebäude stehen Skulpturen und Grabsteine, die man hier gefunden hat. Durch das verfallene Nordtor gelangen wir auf der Hauptstraße bis zur rechtwinklig dazu verlaufenden zweiten Hauptstraße.Durch diese beiden Straßen wird die ursprüngliche quadratische Stadtanlage gebildet. An der Kreuzung der beiden Straßen steigt man einige Stufen hoch auf das Forum, dem Zentrum der Stadt.Hier standen die Gebäude der Behörden, die Basilika und der Senat. Von hier aus gelangt man zum Theater, welches Platz für 4000 Zuschauer hat. Weiter ist die Stadt aufgeteilt in das Marktviertel, Stadtteil der Handwerker, das bis zum byzantinischen Kastell reicht. Das Kapitol lag etwas außerhalb der Stadt. Der Triumphbogen zeigt uns den damaligen Haupteingang zur Stadt. Daneben sieht man noch den Säulenumgang des Marktes. Timgad zählte 14 öffentliche Thermen. Genügend Zeit für die Besichtigung, mindestens einen halben Tag, sollte eingerechnet werden. Täglich, ausser Samstag, geöffnet von 8h30-12h und 13h30-17h. Eintritt Erwachsene 20 Dinar, Kinder 10 Dinar. |
|