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Die Stadtbesichtigung beginnt man am besten auf dem Place du 1er Novembre 1954, der Tag, an dem der Unabhängigkeitskrieg ausbrach. Hier ist die tagsüber stets belebte Mitte der Stadt mit Justizpalast (1883), Hauptpost, Staatsbank und Stadttheater. Alles Gebäude im pompösen Stil Ende des 19. Jh. Von hier aus führen mehrere Straßen in die Altstadt. Westlich verläuft die Straße am Rathaus (1879-85) vorbei und gewährt weite Blicke hinab in die Rhumel-Ebene. Um die Kasbah spazierend, gelangt man zur höchst gelegensten Stelle der Stadt. Hier stand einst die numidische Königsburg, das römische Capitolium, die Festungen der Byzantiner, Berber, Araber, Türken und Franzosen. Noch heute ist dieser Teil militärisches Sperrgebiet. Ein Blick von der 1912 gebauten Hängebrücke Sidi M’Cid mit 168 m Länge und 175 m über dem Tal, gehört zu den großen Eindrücken der Stadt. Über den Markt, vorbei an der Moschee Salah Bey gelangen wir in die betriebsamen Geschäftsstraßen. Die Fassaden der fünf- und sechsstöckigen Häuser sind französisch, das Leben, das hier pulsiert, ist aber unverkennbar orientalisch. Um- und Abwege verleiten zum schlendern durch die Medina. Die Hauptachse der Altstadt, die auf Anordnung Napoleons III. durch das Gewirr der Medina gebrochen wurde, zieht sich gerade durch das Häusergewirr. Die Moschee Souk el Ghazel, 1730 von einem Marokkaner gestiftet, wurde 1838 als Kirche dem katholischen Kultus übereignet. Lohnender Abstieg zur Rhumel Schlucht . An ihren Rand führt der Weg zur steinernen Brücke und über den Cañon auf die andere Seite, zur Neustadt. SehenswertesPalais Ahmed BeyHadj Ahmed Bey herrschte zu der schwierigen Zeit der kolonialen Eroberungen und organisierte die Verteidigung der Stadt. 1826 ließ er sich den Palast bauen. Der Eingang ist bescheiden, von Außen unscheinbar, sieht man erst die volle Pracht, wenn man in den ersten der vier geschmückten Innenhöfe gelangt. Springbrunnen spielen in glänzenden Becken. Gewundene Säulen grenzen den Bereich der Frauengemächer, Harem, ab. Kacheln und Waldmalereien bilden die Dekoration. Sehenswert sind die Fresken im ersten gedeckten Gang. Sie stellen Städte und Häfen des ottomanischen Reiches dar, selbstverständlich auch Constantine. Für Besichtigungen: Agence Nationale d’Archéologie, 2 Rue Siaf Med. Museum von CirtaDas Museum bietet eine ungewöhnliche Mischung von Gemälden aus dem 19. Jh. und archäologischen Funden. Eine Vitrine ist dem Alltagsleben in Tiddis geweiht. Die „Victoire de Cirta“, eine Bronze von äußerster Feinheit, welche bei Ausgrabungen des Capitols gefunden wurde, bildet der Mittelpunkt der Ausstellung. Zu sehen sind auch Gegenstände aus dem Mausoleum von El Souna, Berber König, sein Schwert in einer Zedernschneide, sein Panzerhemd und das Signalhorn. Geöffnet täglich ausser Samstag, von 8h30-16h, Plateau Coudiat. Eintritt 20 Dinar |
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TiddisÜber 30 km führt der Weg von Constantine über sanfte Hügel, je nach Jahreszeit braun, grün oder golden gefärbt, bis zu einem Hügel mit blutroter Erde, Tiddis. Verstreute Steine, Reste von Mauern und Gebäuden klammern sich am Hanf fest. Hier findet man nichts von der typischen Stadtplanung Roms. Hier mussten sich die römischen Städtebauer dem Gelände anpassen. Die Stadt verteilt sich auf beiden Seite der einzigen mit Steinplatten belegten Straße, die, ein „S“ bildend sich den Berg hoch schlängelt. Das Forum ist eine 30 x 10 m große Plattform, gelegen auf einer planierten und vergrößerten Plattform. In die Höhlen wurden Läden und ein Mithras geweihtes Heiligtum hinein gebaut. Auf kleinem Raum mussten sich im Verlaufe der Jahre die Häuser übereinander schachteln. So ragt zum Beispiel eine Villa über die Dächer einer Töpferei. Die Aktivitäten dies „Castellum Tidditanorum“ erstreckte sich bis in die Zeit der Almohaden im 11. Jh.Täglich geöffnet von 8h bis 16h. Eintritte 20 Dinar für Erwachsene, 10 Dinar für Kinder. |
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